Warum wir nicht glücklich sind

Über die Kunst der Wünscheerfüllung

Ein asiatisches Sprichwort sagt: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen. Das ist doch komisch, oder? Monatelang, ja vllt jahrelang arbeiten wir daraufhin, dass wir unser Ziel erreichen, wenn wir es erreicht haben, sind wir trotzdem nicht glücklich. Warum sind wir unglücklich, obwohl wir glücklich sein müssten? Das kann in allen Lebensbereichen sein. Beruflich wie privat.

Wir haben alles, und dennoch fühlen wir uns leer und ungeliebt. Wir kaufen uns Dinge oder versuchen uns langersehnte Träume zu erfüllen, die wir uns sehnlichst wünschen. Aber dennoch sind wir nicht glücklich.

Erfolg fängt nicht mit materiellen Gütern an, Erfolg fängt auch nicht bei erfolgreichen Karriereschritten an oder langgehegten Träumen. Erfolg fängt bei einem selbst an. „Was denken Sie über sich?“ Das ist ein wichtiger Ansatz. Glaubenssätze, die man seit der Kindheit in sich trägt, helfen ein glücklicher Mensch oder ein unglücklicher Mensch zu sein.

Deshalb funktioniert positives Denken allein nicht, davon ist Marc M. Galal überzeugt. Haben wir jahrelang umsonst bunte Traumvorstellungen unserer Ziele zusammengestellt und Botschaften ans Universum geschickt?

Marc M. Galal: Das funktioniert nur, wenn wir vorher eine 100%-ige kongruente Entscheidung getroffen haben. An diesem Punkt scheitern alle, wie mir in unseren Trainings immer wieder viele Teilnehmer bestätigen. Ist diese Kongruenz nicht vorhanden und eine Entscheidung gefallen, boykottieren wir uns selbst. Und wir erreichen – trotz größter Anstrengung und positiven Denkens – das Ziel nicht. In den meisten Fällen stellt sich das heraus, weil alte Glaubensmuster und Programme uns unbewusst daran hindern – und da nützen auch noch so starke Wünsche nichts.

Von einem negativen Glaubenssatz blockiert zu werden, wie funktioniert das?

Galal: Versuchen Sie mal, ein Haus auf einem nassen Boden zu bauen. Sie errichten eine wunderschönes Haus, das ganz nach ihrem Geschmack eingerichtet ist. Sie verwenden nur die besten Bau-Substanzen. Das Teuerste ist gerade gut genug. Dies alles verhindert nicht, dass Ihr Haus früher oder später unter dem nassen Boden einsackt. Weil der Untergrund nicht passt. Beim Menschen ist das ähnlich: Wir setzen uns die besten und schönsten Ziele, malen uns aus, wie es sein wird, wenn wir dieses Ziel erreicht haben, arbeiten jeden Tag hart daran und können gar nicht verstehen, warum wir nicht richtig vorwärtskommen. Dann ist vielleicht der „nasse Untergrund“ in uns selbst das Problem. Wir stehen also vor der Aufgabe, den Untergrund erst entsprechend zu ebnen und zu festigen.

Klingt gar nicht kompliziert?

Galal: Eigentlich nicht. Beim Haus würde man z. Bsp. mit Zement für ein festes Fundament sorgen. Bei uns Menschen ist es aus zweierlei Gründen nicht ganz so einfach – aber auch nicht unmöglich. Zum einen wissen wir oftmals gar nicht, dass der Untergrund nicht geeignet ist. Das heißt, wir wissen nicht, dass wir Glaubenssätze mit uns herumtragen, die uns behindern. Zum anderen nutzt uns das Wissen nur dann etwas, wenn wir bereit sind, daran etwas zu ändern bzw. an uns zu arbeiten. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit ist. Der Zement will erst einmal Schaufel für Schaufel in die Baugrube eingefüllt werden. Haben wir uns erst einmal dafür entschieden, etwas zu verändern, ist es möglich, sehr schnell einen Stein ins Rollen zu bringen und dadurch in unserer persönlichen Entwicklung viel zu bewegen.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Galal: Um Glaubenssätze zu verändern, muss man erst einmal verstehen, was Glaubenssätze sind und sich bewusst werden, welche das sind. Mit NLP-Techniken lassen sich negativen Glaubenssätze schließlich umprogrammieren. Allerdings sollten diese tiefenpsychologischen Prozesse nur unter fachkundiger Leitung durchgeführt werden. Jeder Mensch kann diesen Prozess allerdings selbst positiv beeinflussen, indem er den Fokus anders steuert und positive Referenzen sucht und sammelt. Diese persönlichen Erlebnisse, und wenn es noch so kleine sind, sind der Zement, unser Untergrund, auf dem wir ein stabiles Haus bauen.

Den Fokus anders steuern? Was heißt das genau?

Galal: Ein gutes Beispiel ist ein Pfeil und der rote Punkt auf dem Brett, auf das man zielt. Sie richten den Pfeil konzentriert auf die rote mittlere Fläche. Das ist das Ziel. Sie blenden alles aus und sind voll konzentriert auf den einen roten Punkt, den es zu treffen gilt. Sonst gibt es nichts. Das nennt man fokussieren. Wir müssen unseren eigenen Fokus bewusst auf Dinge lenken, die wir haben wollen. Wenn jemand erfolgreich sein will, stellt er sich ganz einfach die Fragen „Wo gibt es einen erfolgreichen Menschen?“ sowie „Wie ist er so erfolgreich geworden?“ und schließlich „Was muss ich tun, um selbst ebenfalls so erfolgreich zu werden?“
Wenn jemand aufgrund seines Umfeldes nicht weiß, was Erfolg ist und wie man erfolgreich wird, nützt es demjenigen nichts, sich einfach nur fest genug zu wünschen und oft genug zu sagen „Ich bin erfolgreich!“? Dafür helfen Glaubenssätze, um das zu erkennen und anschließend hemmende Glaubensmuster zu durchbrechen.

Marc M. Galal ist Experte für Verkaufspsychologie und Verkaufslinguistik. Er ist lizenzierter Trainer der Society of NLP (USA) und wurde als Top Speaker ausgezeichnet. Inzwischen hat er mehr als 1, 3 Millionen Leser, Hörer, Teilnehmer und Fans. Zu seinen Kunden zählen unter anderem: Generali Lloyd, Sparkasse, Axa, Toyota, Renault, Nestle Water Powwow, Deichmann. Seine Seminare sind ISO-zertifiziert und TÜV-geprüft.

Kontakt
Marc M. Galal
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