Betriebliche Weiterbildung: reine Geldverschwendung?

Betriebliche Weiterbildung: reine Geldverschwendung?

Ein Workshop alle zwei Jahre, ein Seminar für die Vertriebsabteilung im Advent oder die Schulung für alle neuen Mitarbeiter zum Jahresbeginn – all dies sind gutgemeinte Angebote von Unternehmen, die aber schnell verpuffen – wenn sie keiner langfristigen Strategie folgen. „Das Geld für unsystematische Weiterbildungen können sich die Unternehmen sparen“, sagen Sabine Hübner und Carsten K. Rath, Gründungsduo der Managementberatung RichtigRichtig.com, in ihrem Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“. Denn punktuelle Schulungen bringen langfristig keine guten Ergebnisse.
Sollten Unternehmen also auf Weiterbildung ganz verzichten? Ist sie nur „nice to have“? Im Gegenteil: Unternehmen, die systematisch und langfristig in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, entwickeln eine deutlich bessere Unternehmens- und Service-Kultur. Dies zahlt sich gleichermaßen aus im Kampf um Kunden und um Mitarbeiter. Messbare Fortschritte entstehen aber nur, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter stetig und bedarfsgerecht fördern.

Regelmäßig und häppchenweise

Weiterbildung ist dann am wirkungsvollsten, wenn sie über einen langen Zeitraum regelmäßig stattfindet und in Routinen des Unternehmens fest integriert ist, sagen Hübner und Rath. Zum Beispiel jeden Freitagnachmittag für eine halbe Stunde. Oder jeden Morgen zehn Minuten. Denn: In der Wiederholung liegt die Vertiefung! Deshalb sind regelmäßige Impulse nachhaltiger als alle paar Jahre ein einmaliges teures Bildungsangebot. Sie prägen sich besser ein. Und sie signalisieren den Mitarbeitern, dass sie auf ihrem Weg vorankommen und das Unternehmen sie wertschätzt. Dies hat neben der Weiterentwicklung auf fachlicher und persönlicher Basis den angenehmen Nebeneffekt, dass auch die Loyalität dem Unternehmen gegenüber steigt. Mehr lesen